Schweizer Sozial- und Wirtschaftshistoriker; Präs. d. Unabhängigen Expertenkommission Schweiz-Zweiter Weltkrieg 1997-2001
* 5. Dezember 1931 Lausanne
† 29. Oktober 2009 Blonay/Kanton Waadt
Herkunft
Jean-François Max Bergier, ref., wurde am 5. Dez. 1931 in Lausanne als Sohn eines Pfarrers geboren.
Ausbildung
Nach dem Schulabschluss studierte er an der Universität Lausanne (1954 lic. phil.) und erwarb 1957 ein Diplom in Archivkunde und Paläographie an der Ecole des Chartes in Paris. 1963 promovierte er in Genf zum Dr. rer. oec.
Wirken
Berufstätig wurde B. in der akademischen Lehre. Er war 1963-1969 als Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Genf tätig und hatte 1969-1999 einen Lehrstuhl für Geschichte an der Technischen Hochschule Zürich inne. Er leitete dort zudem das Institut für Geschichte. In seiner wissenschaftlichen Arbeit beschäftigte sich der Historiker vorrangig mit der Wirtschafts-, Sozial- und Kulturgeschichte der Schweiz und der Alpenländer vom Mittelalter bis zur Gegenwart. U. a. ging er der Frage nach, "inwieweit die Alpen als unwegsames Rückzugsgebiet und die Pässe als kontinentale Transitwege die Entwicklung der Schweiz geprägt haben", schrieb die Süddeutsche Zeitung (12.12.1999). Am 1. April 1999 wurde B. in Zürich emeritiert.
B. stand kurz vor der Pensionierung, als die Regierung in Bern ihn Ende 1996 zum ...